In aktuellen Musikproduktionen ist die Dynamikbearbeitung wichtiger
denn je. Genügen bei weniger kritischen Standardanwendungen
oft Softwarelösungen, sind für anspruchsvolle
Aufnahmen nach wie vor analoge Geräte das Maß der
Dinge. Das gilt für die Bearbeitung von mikrofonierten
Signalen ebenso wie für die Dynamikverdichtung mit
Kompressoren oder Limitern in einem Kanalzug, einer Subgruppe oder der
Stereosumme. Passend zu diesen Anwendungen gibt es verschiedene
Ausführungen, als Mono- oder Stereo- bzw.
Dual-Monogerät sowie als modulare Komponente für ein
Rack der 500er Baureihe. Essentiell für den Klang ist hier das
Schaltungsprinzip. Die Transistor-basierte VCA-Schaltung
gewährt einen neutralen Klang, während
Röhrenkompressoren für ihren Eigencharakter durch
warme Übersteuerungen geliebt werden. Opto-Kompressoren
hingegen arbeiten weitestgehend verzerrungsfrei, wobei ihr Klang oft
als weich und besonders musikalisch beschrieben wird, sind jedoch
aufgrund der trägen Schaltung nicht für perkussive
Signale geeignet.
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Dank der modernen, nebengeräuschfreien Technik spielen Gates
zwar heutzutage nicht mehr eine so große Rolle wie noch vor
20 Jahren, aber zum Unterdrücken von
Kanalübersprechungen oder Gitarrenverstärker-Rauschen
in Signalpausen sowie zur Rhythmisierung von Audiospuren durch ein
separates Sidechain-Signal findet ein Gate immer noch genügend
Anwendungsgebiete.
Universal Audio hatte in den 70er Jahren einige echte Klassiker
geschaffen, die bis heute oft kopiert wurden. Mittlerweile fertigt der
Hersteller selbst Nachbauten der Studiolegenden 1176, LA2A oder LA3A
an. Näher kann man am Original nicht sein.
Die großen Studiokonsolen von SSL waren nicht zuletzt wegen
des integrierten Kompressors so beliebt. In den 80er Jahren war dieser
Sound auf jeder besseren Platte zu hören. Mit dem Xlogic
G-Series Kompressor gibt es diesen einzigartigen Klang nun auch als
separates 19"-Gerät. Ideal für die Drum-Subgruppe
oder zur Transientenbearbeitung im Summenkanal.
Ein äußerst vielseitiger Kompressor ist der API
2500, der mit sehr schnellen Ansprechzeiten, Filtern im Sidechain und
einer so genannten Old/New Style-Funktion viele Soundvariationen und
eine charaktervolle Kompression ermöglicht.
Der unserer Meinung nach derzeit beste VCA-Kompressor für
Mastering-Aufgaben ist der VCS2 von Vertigo Sound. Mit seinen vier
handgefertigten VCA-Schaltungen, basierend auf den besten
VCA-Kompressoren der Vergangenheit, genügt der VCS2
höchsten Ansprüchen.
Drawmer ist seit jeher eine feste Größe im Studio.
Bei der Entwicklung des Röhrenkompressors S2 und des
Opto-Kompressors S3 wurden keinerlei Kompromisse eingegangen und sind
für Masteringstudios prädestiniert.
Die blauen Kompressoren von Tube-Tech sorgen schon durch ihren Anblick
für ein sicheres Gefühl im Studio. Die
verlässlichen Geräte gehören zu den
Klassikern in diesem Bereich, wie etwa der CL1B Mono-Kompressor, der
als musikalischster Kompressor für Vocals gilt oder der SMC-2B
Multiband-Komressor, mit dem sich komplette Mischungen veredeln lassen.