Equalizer sind wohl die meistgenutzten Werkzeuge im Tonstudio. Nicht
nur bei jeder einzelnen Audiospur, sondern auch in
Effektkanälen, Subgruppen und in der Summe kommen sie zum
Einsatz. Von der einfachen Frequenzanpassung, über intensive
Klangbearbeitung und Eliminierung von Störfrequenzen bis hin
zum Mastering erstreckt sich die Anwendung. Grundsätzlich
werden Equalizer in zwei Gruppen eingeteilt, mit feststehenden
Frequenzbändern (grafischer Equalizer/Grafik-EQ) und mit
veränderbaren Frequenzbändern (parametrischer
Equalizer). Wobei es bei der Parametrik die Unterteilung zwischen halb-
und vollparametrisch gibt. Bei Mischpulten und Channelstrips mit
halbparametrischen Equalizern findet man oft sogenannte "British"-EQs
vor, deren Schaltung eine schmalbandige Absenkung, jedoch eine
breitbandige Anhebung eines Frequenzbandes erlaubt. Während
parametrische Equalizer mit wenigen Bändern, meistens 2 bis 4
und oft ergänzt um Shelf-EQs für das oberste und
unterste Frequenzband, auskommen, sind grafische Equalizer mit bis zu
31 Bändern ausgestattet, die in der Regel jeweils einen
Abstand von 1/3 Oktave zueinander haben.
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Bei Mastering-EQs kommt es nicht nur auf eine hochwertige Schaltung,
sondern auch auf absolute Stereo-Treue an, damit sich das Klangbild
nicht im Panorama verschiebt. Daher findet man hier oft gerastete
Regler und eine Stereo-Link-Funktion vor. Eine hohe Flankensteilheit
ohne Phasenverschiebung ermöglicht hier präzise
Eingriffe zur Klangoptimierung.
Der BAX EQ von Dangerous Music ist ein charaktervoller Equalizer
für die Bearbeitung von Buss- und Summenkanal sowie
fürs Mastering geeignet. Seine Bänder orientieren
sich an den klassischen Baxandall-Filterkurven, wie sie in den 60er und
70er Jahren oft eingesetzt wurden. Seine moderne Schaltung ist auf die
Arbeit mit hohen digitalen Abtastraten ausgelegt.
Den legendären Sound des Schaltungsdesigns von Abbey Road und
EMI kann man sich mit dem Chandler LTD EMI TG 12345 Curve Bender ins
eigen Studio holen. Dieser Mastering-EQ ist eine absolut
originalgetreue Replik des EMI TG12345 Equalizers, inklusive der
großen Drehschalter.
Millennia bietet mit dem NSEQ-2 einen einzigartigen
4-Band-Stereoequalizer an, in dessen Signalweg sowohl Röhren-
als auch FET-Technik zum Einsatz kommt. Zwischen diesen beiden
Bautechniken kann man umschalten und erhält so wahlweise einen
gefärbten oder cleanen Sound.
Beim Thema EQ darf Tube-Tech natürlich nicht fehlen. Unsere
Empfehlung ist der PE 1C Programm Equalizer, ein Nachbau des
einzigartigen Pultec-EQs. Dieser passive Equalizer besitzt einen
Röhrenverstärker um die Pegelverluste nach dem
Filtern auszugleichen, was seinen sehr speziellen Klang ausmacht.
Der API 5500 basiert auf dem EQ 550, der in den begehrten API-Konsolen
eingesetzt wurde. Jedoch wurde dieser halbparametrische Stereo-EQ mit
festen Frequenzbändern hier um symmetrische Ein- und
Ausgänge erweitert und wurde funktional erweitert, so dass er
auch für den Mastering-Einsatz gerüstet ist.