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Audified RZ062 Equalizer

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Art.Nr.
28443
Audified RZ062 Equalizer, Plug-in Bundle mit 2 Stereo-EQs, RZ062A und RZ062B mit unterschiedlichen EQ-Verhalten, Lizenzcode
Audified RZ062 Equalizer

Der RZ062 ist ein Stereo EQ Plug-in, eine authentische Emulation der 60er- Jahre Klangfilm-Filter RZ062A und RZ062B. Sein originaler Vintage- Charakter verleiht Stimmen, Instrumenten und Ihrem ganzen Mix das gewisse Etwas.


Features
  • Plug-in Bundle mit 2 Stereo-EQs
  • RZ062A und RZ062B mit unterschiedlichen EQ-Verhalten
  • Genaue Schaltungsemulation der legendären Siemens Klangfilm-Filter
  • Liefern einen einzigartigen warmen und präsenten Klang
  • EQs offerieren sanfte Röhrenverzerrung (harmonische Obertöne)
  • Links/Rechts und Mid/Side Option
  • Ausgänge - Link Option
  • AAX , AU, VST

Online-Lizenz

Es handelt sich um eine reine Online-Lizenz. Wir versenden daher keine Verpackung, sondern nur eine Lizenznummer. Den Lizenzcode bekommen Sie nach dem Kauf von uns per E-Mail zugeschickt.


Hinweis für Bestellungen aus Österreich und anderen EU-Ländern


Aus steuerrechtlichen Gründen können wir ab dem 1. Januar 2015 Online-Lizenzen nicht mehr elektronisch in EU-Länder übermitteln. Wir müssen Lizenzcodes als Paket verpackt verschicken und bitten um Ihr Verständnis. Bestellungen aus Deutschland werden wie gewohnt per Email abgewickelt.
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Testbericht Audified RZ062 Equalizer

Zusammenfassung

Die Audified-Equalizer klingen ausgesprochen edel und musikalisch. Sie sind so gut, dass sie in vielen Fällen den Einsatz psychoakustischer Werkzeuge wie Exciter überflüssig machen. Die beiden Equalizer bereichern den Klang mit einer einzigartigen Klangfarbe, die Instrumenten und Gesang eine Extraportion Lebendigkeit eingehaucht. Auch Mischungen wirken offener und gewinnen an Stereobreite. Mit diesen Eigenschaften, die nicht zuletzt auf die penible Emulation der Röhrenschaltung der Originale zurückzuführen sind, ist der RZ062 genreübergreifend interessant und ein wirksames Heilmittel gegen digitale Härte. Wo viel Licht ist, gibt es allerdings auch Schatten: Die hohe Klangqualität wird durch einen hohen Rechenbedarf erkauft.
Beide Equalizer bieten einen breiten Spielraum an Gestaltungsmöglichkeiten für Instrumenten- und Gruppensignalen. Anders als das Original meistert der RZ062 auch den M/S-Modus, was ihn für die Bearbeitung von Gruppensignalen und für das Mastering interessant macht. Klare Empfehlung!


Inhalt
  • Überblick
  • Die Besonderheit der neuen Audified Equalizer
  • Unterschiede zwischen den Testkandidaten
  • Die Equalizer in der Praxis - Bedienung und Klangbeispiele
  • Plus/Minus
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Überblick


Geliefert werden zwei Dreiband-Equalizer, nämlich der RZ062A und RZ062B. Beides sind Emulationen gleichnamiger Klassiker von Siemens, die in den frühen Sechzigern unter der Marke Klangfilm vertrieben wurden. Beide Modelle zielten damals auf die Bearbeitung von Filmton ab, wurden jedoch bald als exzellente Werkzeuge für das Mischen und Mastering reiner Musikproduktionen entdeckt.

Die Originale sind heute extrem selten. Ein gut erhaltenes Paar erzielt auf dem Gebrauchtmarkt Preise im fünfstelligen Bereich. Ihren einzigartigen, angenehm weichen Klang verdanken beide Equalizer einer komplexen Röhrenschaltung, die eine subtile Färbung beisteuert und von Audified präzise nachgebildet wurde. Gelungene Röhrensimulationen sind das Salz in der Suppe, wenn es darum geht, digitalen Projekten die Wärme analoger Aufnahmetechnik zu verleihen. Wer den typischen Klang einer Abmischung aus den Gründerjahren des Rocks erzielen möchte, sollte den Audified U73b Kompressor zusammen mit diesen Equalizern testen.
Audified hat es allerdings nicht beim Nachahmen des Klanges belassen, sondern die Reinkarnation der legendären Equalizer mit einigen Extras gewürzt. Die Audified Equalizer verfügen neben dem herkömmlichen Links-Rechts-Modus über einen alternativen Mitte-Seite-Betrieb, der es beispielsweise bei Gruppensignalen oder im Mastering erlaubt, zentrale Signale wie Snare und Bassdrum in Schlagzeuggruppen oder Gesang und Soli in der Summe unabhängig von den Seitensignalen wie etwa Synthesizerflächen, Stereoeffekten und Raumklang zu bearbeiten. Darüber hinaus lassen sich beide Kanäle verlinken. Auch die Regler für die Ein- und Ausgangslautstärke (±18 dB) und die korrespondierenden VU-Meter kannte das Original nicht. Damit die Musik subtil lebendiger und transparenter klingt, reicht es schon, den Eingangspegel anzuheben und den Ausgangspegel entsprechend abzusenken.


Die Besonderheit der RZ062 Equalizer


Moderne digitale Equalizer erlauben zwar eine umfassende Kontrolle des Frequenzgangs, chirurgische Eingriffe eingeschlossen, kümmern sich aber weniger um musikalisch bedeutsame Eigenschaften wie etwa das Obertonspektrum. Kombiniert man einen solchen Equalizer mit einer Röhrensimulation, erreicht man dennoch nicht denselben Effekt wie unsere Testkandidaten: Röhrenequalizer, bei denen die Röhre Bestandteil der Emulation ist, wirken auf subtile Weise musikalisch stimmiger und klingen eine Spur wärmer als eine gemischte Kette von digitalen und virtuell-analogen Komponenten. Die angenehme Färbung des Klangs durch die Röhrensättigung wirkt auch bei unseren Testkandidaten unmittelbar und im direkten Kontext mit den Filtern.


Unterschiede zwischen beiden Testkandidaten

Die Plug-ins RZ062A und RZ062B sehen fast identisch aus. Sie unterscheiden sich durch den mittleren Regler. Dieser bedient bei der A-Variante die Anhebung und Absenkung der unteren Mitten bei fest eingestellten 650 Hz (Klangwaage). Der B-Typ bietet an dieser Stelle vier feste Frequenzen, nämlich 1,4; 2; 2,8 und 4 kHz. Etwas ungewohnt ist, dass sich mit einem Regler die Pegelanhebung und -absenkung und zugleich die Eckfrequenz einstellen lässt, wie bei genauem Hinsehen zu erkennen ist. Die Zahlen von 0 zu 6 und zurück signalisieren die Pegelanhebung und Absenkung:

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In der Praxis dreht man langsam den Regler und hört sehr schnell, in welcher Position der Klang am meisten profitiert. Je nach Reglerposition klingen Einzelinstrumente durchsetzungsfähiger und präsenter und die Mischung offener und transparenter.
Das mittlere Band wird von Kuhschwanz-Filtern zur Anhebung oder Absenkung der Bässe und Höhen flankiert.
Der RZ062B eignet sich durch seine größere Flexibilität des Mittenbands mehr für das Mastering als der RZ062A, der bei den meisten Instrumenten an der Klangbasis ansetzt und hilft, diese spezifisch dominanter zu gestalten oder etwas zurückzunehmen. Durch die Option der M/S-Bearbeitung sind aber beide Plug-ins generell für Gruppen und die Summe interessant. Es ist auch durchaus praktikabel, beide in einer Bearbeitungskette hintereinander zu schalten.


Die Equalizer in der Praxis - Bedienung und Klangbeispiele

Beide Plug-ins bieten eine großzügig bemessene Oberfläche, die allerdings nicht skalierbar ist. Zu bemängeln gibt es allenfalls die unnötig klein geratenen Markierungen der Frequenzwerte des Mittenreglers im RZ062B.


Neben den VU-Metern gibt es zwei große LEDs, die durch ihre gelbrote Färbung den Grad der Röhrensättigung anzeigen. Über die Eingangsverstärkung lässt sich der Grad der Röhrensättigung über weite Bereiche und fein dosiert steuern. Energiereiche Bässe fahren die Röhre hart an und produzieren einen ausgesprochen satten, fleischigen, angezerrten Klang, der selbst bei hoher Eingangsverstärkung noch musikalisch sinnvoll ist. Über ein Pop-Up-Menü erreicht man zudem eine Kalibrierung:

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Mit beiden Testkandidaten lässt sich reibungslos und ohne jegliche Einarbeitung arbeiten. Man bewegt die Regler und hört sofort, wie die Equalizer in den Klang eingreifen. Sie erweisen sich als herrlich effektiv und klingen wunderbar musikalisch. Auf digitale Härte trifft man selbst bei Extremeinstellungen nicht. Andere Analogemulationen haben gelegentlich auch eine gute Portion Rauschen mit eingefangen, solches sucht man bei den Audified-Plug-ins glücklicherweise vergeblich.
Für den Einstieg eignen sich Werksvorlagen.

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Natürlich lassen sich aber auch eigene Einstellungen speichern. So kann man beispielsweise knifflige Einstellungen wie eine gelungene Bass- oder Gesangsbearbeitung in anderen Projekten wieder aufrufen.
Wer die Equalizer in der Einspielphase und bei niedrigen Latenzen einsetzt, sollte allerdings einen Blick auf die CPU-Leistungsanzeige werfen, falls Knackser auftreten. Die Röhrensimulation führt zu einer spürbaren Beanspruchung der Rechenleistung. Bei niedrigen Latenzen schlug die entsprechende Anzeige von Cubase um bis zu 50 % aus. Die Equalizer sind daher eher für die Nachbearbeitung im Studio interessant.

Zum Abschluss noch einige Audiodemos. Zunächst hören Sie eine Schlagzeugbearbeitung (Toontrack EZdrummer2, Fusion Grooves), erst ohne, dann mit Audified-Equalizer. Im M/S-Modus habe ich Bassdrum und Snare in der Mitte betont und die hohen Frequenzen der Becken im Seitensignal angehoben:







Die Equalizer sind nicht an ein Genre gebunden und machen beispielsweise auch im Dancegenre eine gute Figur. Hier ein Loop aus Ueberschall Deep House, wieder zunächst ohne, dann mit EQ im M/S-Modus:







Plus
  • edler Klang mit exzellenter Röhrensimulation
  • M/S-Modus
  • leicht zu bedienen

Minus
  • hohe CPU-Peaks bei niedrigem Samplepuffer