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iZotope VocalSynth 2

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iZotope VocalSynth 2, Plug-in mit 5 Voice- Prozessoren, Plus 7 Effekte, 3 Wege zur Interaktion: Auto-Mode, MIDI Mode, Sidechain Mode, Lizenzcode
iZotope VocalSynth 2

VocalSynth 2 ist ein Effekt- Plug- In, das Ihnen fünf leistungsstarke Voice- Prozessoren zum Verfälschen von Stimmen bietet. Ideal für Pop, Hip-Hop, Rap und verschiedene Stile der Elektronischen Musik, lassen sich Vokalaufnahmen in verschiedene Richtungen verbiegen.
Die Prozessoren Vocoder, Compuvox, Polyvox, Talkbox, und Biovox bieten Ihnen einzigartige Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem erhalten Sie noch sieben experimentelle Effekte dazu.


Features
  • Plug-in mit 5 Voice- Prozessoren
  • Vocoder, Compuvox, Polyvox, Talkbox, und Biovox
  • Plus 7 Effekte: Chorus, Ring Mod, Distort, Filter, Transform, Shred, Delay
  • 3 Wege zur Interaktion: Auto-Mode, MIDI Mode, Sidechain Mode
  • AU, AAX (64 Bit), AAX-AS (64 Bit AudioSuite, RTAS (32 Bit), DPM (32 Bit AudioSuite),VST 2,VST 3
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Testbericht iZotope VocalSynth 2

iZotope VocalSynth 2 ist ein auf Modulbasis aufgebauter Multi-Spezialeffekt für Gesang und Sprache, der eine riesige Palette von Stimmverfremdungen erzeugen kann. In der zweiten Generation hat das Plug-in nochmals erheblich zugelegt ?


Zusammenfassung

iZotope VocalSynth 2 ist ein vielseitiger Multieffekt für die Verfremdung von Gesang und Sprache. Klassische Vocoder-Chöre à la Laurie Anderson und Roboterstimmen im Stil von Kraftwerk gelingen ebenso wie populäre Stimmeffekte, die man mittels Talkbox und Ringmodulator kreiert. Krächzende Gnome und Monster sowie zwitschernde und fiepende Aliens dürften auch für die Film- und Spielevertonung interessant sein. Nicht zuletzt ist VocalSynth 2 dank recht genügsamer CPU-Last auch ein Kandidat für spannende Live-Performances - eine Standalone-Version gibt es allerdings nicht. Die Lernhürde ist trotz futuristischer Effekte und Parameter angenehm niedrig und einsteigerfreundlich.

Als Effektgenerator für Stimmen ist VocalSynth 2 mit dieser vielschichtigen Ausstattung konkurrenzlos. Wer auf der Suche nach einer klassischen Gesangsbearbeitung ist, liegt hier allerdings falsch und sollte sich iZotope Nectar 2 anschauen.
Angesichts der üppigen Ausstattung ist VocalSynth 2 erfreulich günstig und liegt preislich kaum über dem, was andere Hersteller für ein reines Vocoder-Plug-in verlangen. Zudem werden diverse Crossgrades und Upgrades angeboten.

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Inhalt

  • Was bisher geschah bei VocalSynth
  • Die neuen Funktionen der zweiten Generation
  • Drei grundlegende Betriebsarten
  • Die Prozessoren und Effekte im Detail
  • Bedienung und Praxis
  • Plus / Minus

Was bisher geschah bei VocalSynth

VocalSynth dient der Bearbeitung von Gesang und Sprache. Das Plug-in ist, anders als der Name suggeriert, kein autarker Synthesizer, der Stimmen erzeugt, sondern ein Spezialeffekt, der allerdings auch drastische Verfremdungen zulässt und dabei die Grenze zwischen Effekt und Klangerzeuger verwischt. So kann man wie bei einem Vocoder die verfremdete Stimme polyphon über die Tastatur spielen, Gesänge melodisch oder als Geisterchor in Szene setzen.
VocalSynth zielt nicht auf das Aufpolieren von Gesang mit gängigen Werkzeugen wie Kompressor, De-Esser, Equalizer, Enhancer oder Exciter ab. Diese und mehr findet man in iZotope Nectar 2.
VocalSynth2 bietet vielmehr spezialisierte Prozessoren für Computer- und Roboterstimmen, mehrere Vocodertypen, eine virtuelle Talkbox, dazu Effekte wie Verzerrer, Multimodefilter, Granular- und klassische Echos sowie Impulsantworten für die Simulation von Radio und Lautsprechern.
Die Signalbearbeitung startet in der Regel mit einer chromatischen, wahlweise skalenbasierenden Tonhöhenkorrektur. Drei weitere Stimmen mit statischen Intervallen können hier bereits als Ableitungen aus der Originalstimme erzeugt werden.

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Die neuen Funktionen der zweiten Generation

iZotope ist für permanente Produktpflege und für umfangreiche Updates bekannt. Auch VocalSynth 2 hat gegenüber dem Vorgänger deutlich zugelegt. Zu den vier Prozessoren Polyvox, Compuvox, Vocoder und Talkbox gesellt sich nun Neuzugang Biovox hinzu.

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Aus fünf wurden zudem sieben Effekte (Verzerrer, Multimodefilter, Echo, Transform, Shred, Ringmodulator und Chorus).

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Durch einfaches Klicken und Ziehen vertauscht man dabei die Reihenfolge der seriellen Effektkette. Die bereits in der Vorgängerversion enthaltenen Effekte wurden teils in der Bedienoberfläche erneuert, teils funktional erweitert. Insbesondere der Shred-Effekt, der den Gesang in Slices zerlegt und hieraus Sequenzen generiert, bietet nun erheblich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Das Highlight des Updates ist das neue Biovox-Modul, das den Charakter der Stimme grundlegend verändert und zu diesem Zweck auf die atonalen Bestandteile des Signals einwirkt.

Auch die anderen Prozessoren wurden überarbeitet und erweitert: Ebenso wie Biovox beherbergen die Prozessoren Vocoder, Compuvox und Talkbox einen leistungsstärkeren Synthesizer, der nach dem Prinzip einer Vocoderschaltung als Carrier dient und durch das eingehende Audiosignal sowie durch die spezifischen Verfremdungen der einzelnen Prozessoren, moduliert wird.
Alle Module verfügen über einen individuellen Panoramaregler.

Ein zentrales, abstraktes Wellenformdisplay mit dem treffenden Namen "Anemone" stellt den Lautstärkeanteil der Prozessoren in verschiedenen Farben dar. Das ist zwar hübsch anzusehen, sagt aber über das Frequenzspektrum der Prozessoren nicht wirklich etwas aus. Über Anfasser steuert man deren Anteil am Mix und kann per Automation auf denkbar einfache Weise fließende Klangmutationen erzeugen.
Die Vocoder-Modi wurden komplett überarbeitet und klingen nunmehr organischer und höher auflösend. Zugleich wurde die CPU-Effizienz laut Hersteller verbessert.

Sofern man nicht gleich alle Module und Effekte simultan verwendet, was musikalisch auch kaum sinnvoll ist, kann man VocalSynth 2 auch bei niedrigen Latenzen und live einsetzen und hat dabei eine Reihe extravaganter Hinhör-Effekte im Arsenal, die kein anderes Effektgerät oder Plug-in bietet.
Die Plug-in-übergreifende Zusammenarbeit von iZotope-Tools ist bereits mit Ozone 8 und Neutron 2 eingeführt worden und schließt nun auch VocalSynth 2 ein: Spuren, in denen VocalSynth 2 eingebunden ist, kommunizieren mit dem Mischsystem iZotope Neutron 2, erscheinen dort im Visual Mixer und können in ihrer Lautstärke, Panoramaposition und Stereobreite justiert werden (siehe Test zu Neutron 2 Advanced).


Drei grundlegende Betriebsarten


VocalSynth 2 agiert wahlweise im Auto-, MIDI oder im Sidechain-Modus. Im Auto-Modus arbeitet das Plug-in wie ein herkömmlicher Effekt. Das eingehende Audiosignal dient als Quelle für den Carrier und den Modulator. Über die Automation oder MIDI-Steuerung von Parametern bringt man zusätzlich Abwechslung in die Klangverfremdungen.
Im MIDI-Modus spielt man die synthetisch erzeugten polyphonen Stimmen über MIDI-Noten ein. Dazu legt man eine MIDI-Spur für VocalSynth 2 an. iZotope nimmt auch Einsteiger hier mit und hat eine einfache aber vollständige Erläuterung zu diesem Routing in VocalSynth 2 eingebaut:


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Eine solche Hilfestellung gibt es auch für den dritten Modus: Im Sidechain-Betrieb dient ein externes Audiosignal als Träger für den Vocoder. Gesang oder Sprache modulieren dann das über Sidechain verbundene Signal. Eine Gitarre wird gesungen, Drums werden gesprochen. Hier ein Beispiel mit Toontracks EZdrummer und Sprache:




Ohne iZotope VocalSynth 2:




Die Prozessoren und Effekte im Detail

Das Biovox-Modul ? wirkt auf verschiedene Komponenten, die den Klangcharakter der menschlichen Stimme formen. So ist es möglich, die Stimme mehr oder weniger nasal klingen zu lassen, ihr einen verrauchten oder heiseren Klang aufzuprägen oder sie gar in ein gehauchtes Flüstern zu wandeln. Eine Transponierung der Formanten kann eine Stimme älter oder jünger wirken lassen und eine weibliche Stimme in eine männliche oder umgekehrt verwandeln. Ein Vowel-Filter erlaubt das Morphing von Vokalen. Ein Aaaah im Originalgesang kann beispielsweise in ein Eeeh überblendet werden. Im zugehörigen Vowel-Pad surft man zwischen den fünf Vokalen:

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Biovox liefert jedoch keine natürlich wirkende Veränderungen des Stimmcharakters oder eine Geschlechtsumwandlung, sondern ist darauf ausgerichtet, synthetisch klingende und futuristisch anmutende Stimmen zu erzeugen. Biovox verfügt über denselben Synthesizer wie der Vocoder. Der Synthesizer dient dabei als Carrier und wird durch das zuvor mit den Bio-Parametern verfremdete Audiosignal moduliert. Zwei stimmbare Oszillatoren mit einer Auswahl klassischer Wellenformen ?
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? sowie einer Modulation der Wellenform und Tonhöhe plus Rauschgenerator erzeugen breit angelegte synthetische Stimmverfremdungen. Mittels Crush fügt man dem Rauschen Aliasing-Verzerrungen hinzu. Beschränkt man sich auf den Rauschgenerator und moduliert die Verzerrung, verwandelt sich die Stimme in eine pulsierende Geräuschkulisse. Im MIDI-Modus lassen sich über die Klaviatur Mehrklänge aus einer Stimme erzeugen, die irgendwo zwischen Gesang und Orgel liegen.

Diese Gesangslinie ...




klingt nach der Bearbeitung mit Biovox beispielsweise so:




Der Vocoder ist ähnlich aufgebaut:
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Im Gegensatz zum Biovox-Modul teilt der Vocoder das eingehende Signal in acht bis elf Frequenzbänder auf, die getrennt moduliert und auch im Panorama verteilt werden. Mit Smooth, Vintage und Hard stehen drei grundsätzliche Typen zur Verfügung, von den Anfängen analoger Vocoder bis zu hochauflösenden zeitgenössischen Modellen. Entsprechend breit aufgestellt ist das Klangspektrum.
Hier sind die Module Biovox, Talkbox, Vocoder, Chorus und Delay am Werk:




Nimmt man den neuen Ringmodulator hinzu und variiert dessen Frequenz per LFO, so ist die Stimme nicht mehr wiederzuerkennen:




Solche extremen Verfremdungen eignen sich bestens für gespenstische Klangkulissen.

Compuvox basiert auf Linear Predictive Coding, einer Technologie, die seit den späten Sechzigern zur Datenreduzierung bei der Übertragung von Stimmen verwendet und insbesondere in der elektronischen Musik als Spezialeffekt für Roboterklänge und Computerstimmen eingesetzt wurde. Compuvox erzeugt blecherne, körnige und schrille Stimmen, die etwa so klingen, als kämen sie aus einem überforderten Miniaturlautsprecher eines billigen Plastikspielzeugs.

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Wer tendenziell natürlich klingende Stimmumwandlungen sucht, wird bei Polyvox fündig. Über eine Transponierung der Formanten erreicht man hier Geschlechtsumwandlungen und Klangverfremdungen von bauchig über nasal bis zu dünn und zart. Im MIDI-Modus wird Polyvox seinem Namen gerecht: Per Timestretching und Pitchshifting in Echtzeit, können Chorgesänge eingespielt werden.

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Talkbox simuliert, wie der Name andeutet, den Talkbox-Effekt, wie er schon von The Who oder Stevie Wonder verwendet wurde. Dabei wird ein Instrumentensignal, etwa das einer Gitarre, über einen Schlauch zum Mund des Sängers geleitet, der das Signal moduliert. Die Talkbox aus VocalSynth 2 eignet sich für destruktive Klangeffekte. Per Drive dosiert man eine Verzerrung, während der Parameter den Anteil einer Lautsprechersimulation per  Impulsantwort simuliert. In der folgenden Audiodemo hören Sie zunächst ein unbearbeitetes Sprachsample, dann die Talkbox mit einer Animation des Formant-Reglers.




Auch die Talkbox ist mit dem bereits bekannten Synthesizer ausgestattet:

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Unter den Effekten stechen der Transformer, der Ringmodulator und Shred durch ihre starken Verfremdungen heraus.
Shred generiert drei Slices, die temposynchron in acht alternativen euklidischen Patterns abgespielt werden. Die Häufigkeit der Generierung von Slices und deren Länge werden in Notenwerten eingestellt. Shred ähnelt klanglich einem rhythmischen Granulareffekt und eignet sich beispielsweise für komplexe Wolken aus Stimmfragmenten. Das Einzige, was ich mir hier noch gewünscht hätte, wären ein Rückwärtsabspielen von Slices und eine Hüllkurve für die Fragmente.

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Der Transformer ist ein Faltungseffekt. Hier kommen acht alternative Impulsantworten zum Einsatz, die den Gesang so klingen lassen, als würde er etwa über ein altes Radio oder die Lautsprecher diverser Gitarrenboxen wiedergegeben.

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Der Ringmodulator erzeugt bei einer Synchronisation zum Hosttempo tremoloähnliche Effekte bei gleichzeitiger Anzerrung und Klangzerstörung. Metallisch kreischend und zirpend wird es, wenn man die Synchronisation ausschaltet und den Ringmodulator mit Frequenzen im hörbaren Bereich betreibt. Hiermit lassen sich defekte Lautsprecher, desaströse Klangaussetzer und Übertragungsfehler simulieren. Wer nach brachialem Lo-Fi-Klang sucht, wird hier fündig. Verändert man ergänzend noch die Frequenz des Ringmodulators per LFO, fügt man Eiern oder Blubbern hinzu. Leider beschränkt sich der temposynchrone LFO auf eine Sinusschwingung. Eine Modulation mit zufälligen Wellenformen, durch Rauschen oder gar einen Hüllkurvenverfolger würden diesen Effekt nochmals interessanter machen.

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Für destruktive Klänge bietet sich eine Kombination aus Compuvox und Ringmodulator an. Mit dem Gate unmittelbar vor dem Ausgang erreicht man, dass der Effekt nur auf die lauten Stellen des Signals angewendet wird. Dadurch verstärkt sich der Eindruck einer brüchigen, stark gestörten Verbindung:

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Das unbearbeitete Original zum Vergleich:




Hier habe ich eine Verfremdung über den globalen Mix-Regler eingeblendet, bei der Compuvox, Polyvox und Shred die maßgeblichen Akteure sind. Die durch den Raum fliegenden Stimmenfragmente lassen das Original kaum noch erahnen:





Bedienung und Praxis

Trotz vieler Optionen zur Klangverfremdung und der in dieser Form einzigartigen und teils futuristischen Module bleibt iZotope VocalSynth 2 beherrschbar und baut dank übersichtlicher Struktur keine Lernhürden auf. Eingeblendete Tooltips, eine integrierte Anleitung für die Betriebsarten (Auto, MIDI, Sidechain) und das direkte Aufrufen des englischsprachigen Manuals aus dem Plug-in, bieten zusätzliche Hilfestellungen.
Nicht zuletzt gibt es eine Reihe von Presets, globale Konfigurationen für die Auto- und MIDI-Modi ?

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? sowie Voreinstellungen für die Synthesizer der entsprechend ausgestatteten Module.

Abschließend noch einige Audiodemos, bei denen ich Werksvorlagen verwendet habe.
Bei dem Preset "Bad Robot" bestimmt vor allem der Vocoder im Auto-Modus das Klanggeschehen:

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Bei der nächsten Audiodemo formt eine Kombination aus Vocoder, Compuvox und Verzerrer den Klang.
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Sie hören zuerst das Original, dann die bearbeitete Version.







Schon der Vocoder gibt im MIDI-Modus ganz alleine eine gute Figur ab - hier kombiniert mit Chorus und Filter:

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Auch bei diesem Preset im MIDI-Modus erzeugt man über eingespielte Akkorde einen futuristischen Chorgesang. Beteiligt sind Biovox, Vocoder und Compuvox sowie die Effekte Ringmodulator, Echo und Chorus:

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Plus
  • vielseitiges Klanglabor für die Verfremdung von Gesang und Sprache
  • überzeugende Vocoderklänge von klassisch bis modern
  • breites und einzigartiges Angebot spezialisierter Prozessoren und Effekte
  • Auto-, MIDI- und Sidechain-Betrieb
  • fairer Preis

Minus
  • keine Standalone-Version