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U-HE Colour Copy

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Art.Nr.
28725
U-HE Colour Copy, Analoges Delay im BBD-Stil, für möglichst sanfte Pitch-Effekte, Einzigartiges COLOUR-Morphing, mit Sättigung für nichtlineare Effekte wie Verzerrung/Resonanz, Lizenzcode
U-HE Colour Copy

Colour Copy ist ein Delay Plug-in und bietet eine Vielzahl von einzigartigen Funktionen, die Inspiration aus klassichen analogen BBD-Effekten (Bucket Brigade Delay) ziehen und diese Technologie in die moderne Zeit holen. Der COLOUR-Regler blendet kontinuierlich zwischen verschiedenen Klangeigenschaften über, und das Paar von Output-Taps kann frei entlang der Delay-Linien positioniert werden, um spezielle rhythmische Muster zu erzeugen. Die FREEZE-Taste und das MIDI Noten-Tracking ermöglichen es, ein Delay-Signal einzufangen und es wie ein Instrument zu spielen.

Wie bei BBD-Hardware führen Änderungen der Delay-Rate in Colour Copy nicht zu unmusikalischen Artefakten, sondern zu sanft rollenden Tonhöhen- und/oder Phaseneffekten. Die Rate, die Tap-Positionen sowie die Amplitude können moduliert werden, dies ermöglicht unzählige zyklische Effekte, einschließlich Flanging/Phasing, Vibrato und Tremolo.


Features
  • Analoges Delay im BBD-Stil, für möglichst sanfte Pitch-Effekte
  • Einzigartiges COLOUR-Morphing, mit Sättigung für nichtlineare Effekte wie Verzerrung/Resonanz
  • 1ms bis 1s oder Host-synchrone Zeitbasis, skaliert über RATE von 25% bis 400%
  • Unabhängige Eingangs- und Feedback-Routing-Optionen ermöglichen alle erdenklichen Stereo- oder Mono-Kombinationen
  • Dynamisches Ducking über Envelope Follower, mit einer Option, die das erste Echo beibehält
  • LFO (mit dynamischer Frequenz und Tiefe) kann Rate, Tap-Positionen oder Amplitude modulieren
  • MIDI Noten-Tracking-Taste und Freeze-Taste (Endlosschleife) für wildeste experimentelle Effekte
  • Leistungsfähiger Preset-Browser mit Tag- und/oder Textsuchfunktionen
  • Factory Presets sind NKS-kompatibel
  • Skalierbare Bedienoberfläche von 70% bis 200%
  • Benutzerdefinierte Steuerung über MIDI CC, 14-Bit-Auflösung



Weitere Informationen
Weitere InformationenOnline-Lizenz
Sie erhalten von uns einen Registration Code per Email zugesandt, diesen nutzen Sie, um das Plug-in bei U-HE zu registrieren und hertunterzuladen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

1. Besuchen Sie diese URL: http://redeem.u-he.com/

2. Geben Sie Ihren Registration Code in die Eingabefelder auf der Seite ein.

3. Auf der nächsten Seite geben Sie ein: Vorname, Nachname, Email-Adresse (Angaben sind erforderlich für die Registrierung, bitte nur Buchstaben des Standard-Alphabets verwenden, keine Sonderzeichen, jeder Name muss aus mindestens 2 Buchstaben bestehen).

4. Eine Email mit Ihrer Seriennummer und einem Download-Link wird an die von Ihnen angegebene Email-Adresse gesandt.

5. Sollten Sie Fragen haben, besuchen Sie den Support-Bereich der U-HE-Webseite: http://www.u-he.com/cms/uhesupport


Hinweis für Bestellungen aus Österreich und anderen EU-Ländern

Aus steuerrechtlichen Gründen können wir ab dem 1. Januar 2015 Online-Lizenzen nicht mehr elektronisch in EU-Länder übermitteln. Wir müssen Lizenzcodes als Paket verpackt verschicken und bitten um Ihr Verständnis. Bestellungen aus Deutschland werden wie gewohnt per Email abgewickelt.


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Testbericht U-HE Colour Copy


Kurzbeschreibung


Die Frage nach einem weiteren Echo-Plug-in hätte ich vor Kurzem noch mit einem klaren Nein beantwortet. Nach meinem Test von Colour Copy sehe ich das allerdings ganz anders und kann dieses einzigartige Delay nur wärmstens empfehlen. Dieses Plug-in zeichnet sich durch eine große Palette an Klangfarben aus - Vintagesound vom Feinsten und in exzellenter Audioqualität.
Mit Colour Copy erzielt man im Handumdrehen einen atmosphärischen, musikalisch stimmigen Klang, ein wahrer Genuss für audiophil veranlagte Menschen. Colour Copy unterstützt Drums mit ausgefeilter Rhythmik, verleiht Stimmen einen schwebenden Hintergrund, bereichert ein Gitarrensolo mit lebendigem Ping-Pong-Effekt und generiert dank einer speziellen LFO-Modulation (Stereo Phase) einen schwerelosen, transparenten Raumklang-Chorus, der ohne Übertreibung alles schlägt, was Sie bis dato zu diesem Thema gehört haben.
Mit Colour Copy surfen Sie zwischen den Klangfarben von fünf emulierten Eimerketten-Delays, modulieren Echos mit einem dynamischen LFO und erschaffen per Feedback-Ducking spektakuläre Effekte, ohne dabei in Klangbrei abzurutschen. Dank moderatem Anspruch an die CPU und komfortabler Steuerung durch Hardware-Controller ist unser Testkandidat auch für die Bühne geeignet. Obendrein ist der Preis für diesen Geniestreich aus Berlin ausgesprochen attraktiv. Die Audioqualität spielt sich beim Rendern im HQ-Modus auf höchstem Niveau ab, liefert aber auch im Standard-Betrieb einwandfreie Ergebnisse.


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Eimerkettendelays - ein kurzer Überblick

Colour Copy hat einen Vorläufer: Das Delay Lyrebird aus dem Effektboard des virtuellen Synthesizers Repro-1 war die Grundlage für den neuen Effekt und wurde hierzu erheblich ausgebaut. Auch Lyrebird ist eine Emulation eines Eimerkettendelays (Bucket Brigade Delay oder kurz BBD) mit Vintage-Klangfärbung. Für Colour Copy wurden gleich fünf Analogechos dieser Bauart emuliert, die in den Achzigern die Bandechos ablösten.
Während beim Bandecho mehrere verschiebbare Tonköpfe Klang zeitverzögert abgreifen, erreichen die BBDs diesen Effekt durch hundertfach seriell verschaltete Kondensatoren in speziellen ICs, deren Verzögerung per Taktgeber verändert werden kann. Diese Schaltungen sind durch einen limiterten Frequenzgang und einen vom Eingangspegel abhängende Klangfärbung, einen Kompressions- und Sättigungseffekt und leider Rauschen charakterisiert, die sich bei den ersten Modellen dieser Art über den Feedbackweg regelrecht aufschaukeln konnte. Unser Testkandidat lässt diese Schwäche zunächst außen vor. Puristen kommen jedoch im Vintage-Modus auf ihre Kosten, der das Originalrauschen dezent beisteuert.


Die Besonderheiten

Grundsätzlich wird der Aktionsrahmen der Echos bei unserem Testkandidaten durch ein Zeitfenster definiert, welches die globale Verzögerung darstellt. Innerhalb dieses Zeitfensters lassen sich zwei Tabs, eines für den linken, eines für den rechten Kanal abgreifen und innerhalb des Zeitfensters verschieben. Echo-Zeifenster und Tabs sind auch taktsynchron in Notenwerten einstellbar.

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Für das Routing des Eingangssignals und der Feedback-Schleife stehen mehrere Optionen bereit:

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Unser Testkandidat wartet mit einigen Extras auf, die ihn deutlich von der Konkurrenz abheben. Das Herzstück ist die Beeinflussung der Echo-Klangfarbe, die über zahlreiche Ansatzpunkte gestaltet werden kann. Einzigartig ist das Morphen zwischen fünf verschiedenen BBD-Emulationen. Dadurch werden nicht real existierende Mischformen der Originale möglich. Besonders reizvoll sind fließende Übergänge zwischen den Klangfarben mittels Automation oder MIDI-Steuerung.
Die Modulationsabteilung bietet einen LFO mit Spezialfunktionen, wie man sie sonst nirgendwo findet. Zwei alternative Wellenformen modulieren wahlweise die globale Verzögerungszeit, die Position der beiden Echo-Tabs oder deren Pegel.
Über Stereo-Phase erzielt man unter anderem wunderbare Panorama-Effekte: Der LFO wirkt sich etwa unterschiedlich auf die beiden Tab-Positionen aus. Zugleich kann die Geschwindigkeit und Stärke der LFO-Modulation an die Dynamik des Eingangssignals gekoppelt werden. In diesem Fall wird der LFO durch einen Hüllkurvenverfolger gesteuert.
Einzig eine Geschwindigkeitseinstellung des LFOs in Notenwerten habe ich vermisst. Mit ein wenig Gefühl bei der Einstellung der LFO-Frequenz gelingen jedoch auch quasi temposynchrone Modulationen.
Einzigartig ist auch das erweiterte Ducking, das sich auf die Lautstärke oder das Feedback der Echos auswirkt. Mittels Ducking wird der Effektpegel bei lauten Passagen des Originalsignals gedämpft. Feedback-Ducking erzeugt eigenständige dynamische Echoeffekte. Bei kurzen Echozeiten mit hoher Rückkopplung lassen sich so auch angenehm warm klingende Räume simulieren. Dazu ein Beispiel. Sie hören ein Saxophon (Ueberschall) zunächst trocken, dann mit Feedback-Ducking:







Ohne Feedback-Ducking wären solche Echo-Räume auf der Basis eines hohen Feedbacks nicht realisierbar. Der Effekt würde sich dann so anhören:



Grundsätzlich erlaubt das Ducking selbst bei spektakulären Echos einen hohen Mix-Anteil, ohne den Gesamtklang dadurch zu verwischen oder zu überfrachten.
Des Weiteren verfügt Color Copy über eine Freeze-Funktion: Per Taster wird das aktuelle Echo endlos wiederholt, einen Effekt, den man (auch live) zielgenau über Taster eines Controllerkeyboards abfeuern kann: Unser Testkandidat ist mit einem lückenlosen, komfortablen MIDI-Lerndialog ausgestattet.

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Als weiteres Extra lassen sich die Echozeiten sogar über die Notenhöhe steuern, was zu reizvollen Experimenten mit simultan gespielten Beats oder Synthesizern einlädt.


Die Gestaltung der Klangfarben im Detail


Die Zentrale für die Klangfarbe ist der Colour-Regler, mit dem man den grundlegenden Klangcharakter steuert. Die Stärke der Klangfärbung hängt zudem vom Eingangssignal ab, das praktischerweise gegenläufig mit dem Ausgangspegel verkoppelt werden kann. Hebt man die Eingangsverstärkung an, um einen ausgeprägten, je nach Modell auch fleischigen und angezerrten Echoklang zu erhalten (etwa für Rhythmus- und Sologitarren), wird der Ausgangspegel entsprechend gesenkt und digitales Clipping vermieden.
Die fünf Klangcharaktere Reso, Sparkle, Fuzz, Snap und Dust bieten ein breites Angebot an Färbungen.

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Reso liefert einen mittigen Sound mit deutlichem Vintage-Effekt und eignet sich etwa für Gitarren oder Orgeln im Psychedelic-Retro-Style.

Eine Gitarre erst ohne, dann mit unserem Testkandidaten:





Sparkle ist sehr höhenreich und zeichnet filigrane Details im oberen Klangspektrum.
Fuzz liefert einen druckvollen, zupackenden Sound, ideal etwa für Drums. Diese Variante interagiert ausgesprochen stark mit der Verzögerungszeit (Rate). Bei Verlangsamung der Echos werden zunehmend die Höhen beschnitten, bei Beschleunigung wird der Klang hell, transparent und rückt psychoakustisch näher.

Bei dem folgenden Beat (Toontrack EZdrummer 2) habe ich das Zeitfenster (Rate) in der Klangfarbe Fuzz moduliert, und dadurch neben der Variation der Echozeit zugleich einzelnen Schlägen einen anderen Klang verliehen.



Snap ist höhenreich und betont die Transienten. Dusk wirkt dezenter, etwas verhalten, weicher und wärmer und eignet sich etwa für Gesangsechos bei Balladen. Über eine Modulation der globalen Rate kann man mit Phantomstimmen experimentieren:



Auch das Feedback interagiert mit der zentralen Colour-Einheit: Höhere Feedback-Werte heben die Färbung deutlicher hervor. Mit dem Parameter Brightness justiert man ein Filter im Feedback-Weg und wirkt so direkt auf den Höhenreichtum der Echos ein. Die Bandbreite reicht von einem extrem gedämpften, dunklen Klang bis zu einer alles überstrahlenden Präsenz.
Anschließend fügt man mit Saturation die klassische analoge Klangfärbung hinzu, das Salz in der Suppe eines überzeugenden Vintage-Sounds. Maximal sauberen und transparenten Klang erreicht man hingegen bei Linksanschlag dieses Reglers.

Schnelleinstieg und Inspirationsquelle: die Presets

So mächtig und vielseitig der Effekt auch ist, die Bedienung unseres Testkandidaten dürfte niemanden vor Rätsel stellen. Man erlernt die Klanggestaltung spielerisch durch Ausprobieren.
Eine gute Ausgangsbasis bieten zahlreiche Werksvorlagen, die übersichtlich und sinnvoll kategorisiert sind. Braucht man auf die Schnelle einen ganz bestimmten Effekt, so wird man über den Browser mit Tags und Favoriten-Funktion schnell fündig.
Dazu drei Beispiele: Für Drums findet sich unter anderem das Preset "3EE Ancient Ruins", das ich ab Takt 3 eingeschaltet habe:


Auch das Preset "3EE Dark Movement" ist für Drums gedacht. Sie hören den Effekt ab Takt 3. Bei Takt 5 habe ich die Freeze-Funktion betätigt:


Unter Categories - Comb findet man Kammfiltereffekte, die sich durch extrem kurze Verzögerungszeiten von 0,01 Sekunden und hohem Feedback ergeben.

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Wenige Eingriffe in die Presets reichen aus, um spannende neue Effekte zu erschaffen. Hier habe ich beim zuvor verwendeten Preset lediglich das LFO-Ziel "Rate +" eingestellt und per Modulationsrad die dynamische Reaktion des LFOs moduliert:


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Plus
  • Echo mit wunderbar "musikalischen" Klangfarben
  • fließender Übergang zwischen fünf Echo-Emulationen
  • exzellente Audioqualität
  • Feedback-Ducking
  • dosierbar dynamischer LFO
  • zahlreiche inspirierende Presets
  • komfortabler und umfassender MIDI-Lerndialog
  • breites Anwendungsspektrum
  • günstiger Preis

Minus
  • LFO-Geschwindigkeit nicht in Notenwerten einstellbar