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Elektron Digitone

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Art.Nr.
28276
Elektron Digitone, 8-stimmiger digitaler FM-Synthesizer mit Sequenzer
Elektron Digitone

Digitone ist ein digitaler FM-Synthesizer mit acht Stimmen, der über einen eigenen Sequenzer verfügt. Die FM-Engine bietet 4 Operatoren und ist ungewöhnlich intuitiv zu bedienen. So lassen sich einfach FM-typische, komplexe Sounds erstellen und über den Sequenzer steuern.

Features
  • 8-stimmige Polyphonie (multitimbral)
  • Verschiedene FM-Algorithmen
  • 1 multi-mode Filter pro Stimme
  • 1 base/width Filter pro Stimme
  • 1 Overdrive pro Stimme
  • 2 zuweisbare LFO pro Stimme
  • Sequenzer mit 4 Synth-Tracks und 4 MIDI-Tracks

Technische Daten
  • 2x Audio-Out (Klinke, symmetrisch)
  • 2x Audio-In (Klinke)
  • Kopfhöreranschluss
  • USB
  • MIDI In/Out/Thru
  • Abmessungen: 215 × 176 × 63 mm (BxTxH)
  • Gewicht: 1,45 kg

Weitere Informationen
Weitere Informationen Testbericht Elektron Digitone
Mit Digitakt hat Elektron eine Drum- und Groove-Maschine mit Samplingfunktion in gewohnt robuster Verarbeitung in einem neuen Kompaktformat mit günstigem Preis unter 700 Euro präsentiert. Nun folgt mit Digitone ein polyphoner FM-Synthesizer in derselben Preisklasse, der mit den gewohnten Elektron-typischen Merkmalen aufwartet.


Zusammenfassung


Wer bislang eher einen Bogen um die FM-Synthese gemacht hat, findet im Elektron Digitone einen Klangerzeuger, der dank intuitiven und spielerischen Umgang auch Einsteiger einen Zugang zu dieser eher abstrakten Form der Klangerzeugung ermöglicht. Die Beschränkung auf vier Operatoren und acht Algorithmen bedeutet erfreulicherweise keine Kompromisse beim Sound. Im Gegenteil: In Kombination mit Filtern, die per Drive-Parameter auch hart angefahren werden können, sowie integrierten Effekten gelingen sogar Klänge, die man eher von analogen Synthesizern erwarten würde. Die LFOs modulieren zusätzlich bedarfsweise mit hoher Geschwindigkeit und eignen sich auch für Geräuschtexturen und destruktive Klänge.
Richtig spannend wird es, wenn man die vier unabhängigen Engines über den internen Sequenzer in Bewegung versetzt. Für jeden Step sind alle klangerzeugenden und -färbenden Parameter modifizierbar, sodass rasante Klangfahrten und spektakuläre Effekte realisierbar sind. Die zahlreichen Werksklänge zeugen davon, dass Digitone auch als Beatbox eine gute Figur macht.
Die kompakte und robuste Bauweise prädestiniert Digitone nicht nur für die Bühne, sondern auch als Reisebegleiter: Nur mit Kopfhörer und der Hilfstastatur lassen sich Ideen festhalten und anschließend an den Sounds und Patterns feilen. Dank OLED-Display und hintergrundbeleuchteter Taster verliert man auch bei schlechten Lichtverhältnissen nie den Überblick.
Sehr reizvoll ist die Kombination mit Digitakt, der über die vier MIDI-Spuren des Digitone gesteuert werden kann. Beide Geräte sind im Verbund ein autarkes und potentes Duo für frische Rhythmen und eine klangfarbenreiche Performance. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist kundenfreundlich und fair. Besitzer des Digitone werden viele Jahre lang Freude an dem Gerät haben.


Inhalt

  • Von den Wurzeln der Frequenzmodulation zum Digitone
  • Die wichtigsten Merkmale: Vier Engines / Erweitertes Klangspektrum / Fließende Klangwechsel
  • Overbridge - Digitone als Plug-in und Audio-Interface
  • Verarbeitung und Konnektivität
  • Die Architektur
  • Stimmenverteilung
  • Einstieg in die Praxis - Klangvorlagen und eigene Klanggestaltung
  • Mächtige LFO-Modulationen für extravagante Klangwechsel
  • Das Herz des Digitone beginnt zu pulsieren
  • Einsteigerfreundliches Konzept
  • Plus/Minus

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Von den Wurzeln der Frequenzmodulation zum Digitone

Bei der Frequenzmodulation wird eine Trägerwellenform (Carrier) durch eine modulierende Welle in der Tonhöhe moduliert (Modulator). Abhängig vom Frequenzverhältnis und der Modulationsintensität entstehen dabei komplexe Obertonstrukturen in Form sogenannter Seitenbänder.
Auch wenn diese Klangerzeugung durch den Yamaha DX7 in den Achtzigern ihren Höhepunkt feierte und damals den Keyboard-Sound zahlreicher Top-Acts prägte, wurde FM mit dem Aufkommen von Techno sukzessive durch die Renaissance analoger Synthesizer wieder verdrängt. Dennoch hat das Verfahren bis heute nichts an seinem Reiz verloren. Unter den Klangerzeugern trifft man die Frequenzmodulation heute in Native Instruments FM 8, in Sugar Bytes Klangchamäleon Aparillo oder auch im DX7 V von Arturia, Bestandteil der V-Collection.
Grundlegend am DX7 auszusetzen war die sperrige, etwas akademische Bedienung. Auch verfügte das Original weder über Filter noch über Effekte. Genau hier setzt Elektron an: Digitone ist mit einer reduzierten, aber dadurch besser handhabbaren FM-Synthese mit vier Operatoren ausgestattet, die in acht algorithmischen "Bauplänen" zusammenwirken.
Der so entstandene Grundklang wird durch ein modulierbares Multimodefilter geformt und erreicht bei Bedarf mit einem Overdrive-Effekt auch kantige bis derbe Klangfarben. Die globalen Effekte Chorus, Echo und Hall sowie Hüllkurven runden die Klanggestaltung ab. Das jüngste Update hat dem Digitone einen Kompressor beschert, mit dem man ordentlich Druck machen kann, etwa bei Bässen und Leads. Auch die zahlreichen Percussion-Sounds profitieren davon.

Die wichtigsten Merkmale


Vier Engines
Digitone bietet acht Sequenzer-Spuren. Vier sind den internen Engines zugeordnet, die anderen vier Spuren steuern externe MIDI-Klangerzeuger. So kann der achtstimmige Digitone vier unterschiedliche Klänge erzeugen, die auch über eigene MIDI-Kanäle angesprochen werden können.

Erweitertes Klangspektrum

Insbesondere die alternativen Wellenformen der Operatoren sowie die Kombination aus Filter, Overdrive und Chorus tragen dazu bei, dass Digitone auch warme, dichte und organisch schwebende Klänge produzieren kann, die das digitale Herz des Klangerzeugers kaum noch erahnen lassen und deutlich über das Repertoire des DX7 hinausgehen. Klare und kühle bis digital-drahtige FM-Sounds von klassischen Glöckchen über E-Pianos bis zu sägenden Bässen meistert der kleine Desktop-Synthesizer natürlich auch.

Fließende Klangwechsel
Das A und O für bewegte Sounds ist die Verknüpfung der Klangerzeugung und Klangformung mit dem Sequenzer, der zu den leistungsstärksten seiner Art gehört. Pro Step lassen sich unter anderem sämtliche Syntheseparameter, das Filter, die Hüllkurven und die Modulatoren verändern. Treibt man es auf die Spitze, wechselt Digitone mit jedem Schritt den gesamten Klang. In dieser extremen Wandlungsfähigkeit steckt das einzigartige Potenzial des Klangerzeugers. Und Digitone steht in diesem Punkt den Top-Modellen des Herstellers in nichts nach (Analog Four MKII, Analog Rytm MKII, Octatrack MKII).

Overbridge - Digitone als Plug-in und Audio-Interface

Zudem steht die Veröffentlichung der Overbridge-Software bevor, mit der man Digitone wie ein Plug-in über die DAW steuern kann. Wenn der Hersteller alles Angedachte umsetzt, wird man über USB eigene Audioausgänge für die vier Tracks in der DAW abmischen und Digitone sogar als Audio-Interface nutzen können - dank zweier Eingangskanäle. Die Veröffentlichung lässt allerdings noch auf sich warten.

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Verarbeitung und Konnektivität

Auch bei den preisgünstigen Geräten spart Elektron nicht am Material: Das Innenleben des Digitone wird durch ein robustes Metallchassis geschützt. Die 45 Taster wirken zwar beim ersten Anspielen etwas klapprig, doch das liegt daran, dass auf Materialien, die einem stärkeren Verschleiß ausgesetzt sind (etwa Silikonpolster) verzichtet wurde. Die Taster funktionieren auch ohne Druckpunkt und Gummi-Feeling einwandfrei, sind auf eine millionenfache Betätigung ausgelegt und zeigen dank Hintergrundbeleuchtung den aktuellen Betriebszustand an.
Das OLED-Display ist gestochen scharf, auch aus seitlichen Blickwinkeln abzulesen und informiert gut lesbar über alle wichtigen Details. Trotz seiner eingeschränkten Dimensionen ist es als schnörkelloses, funktionales Parameterdisplay für die komplette Bedienung des Digtitone ausreichend.
Die acht Endlosregler weisen nicht die geringsten Fertigungstoleranzen auf. Sie laufen mit angenehmem Widerstand einwandfrei und lassen sich für größere Wertsprünge auch drücken. Die finale Lautstärke stellt man über einen eigenen Regler ein. Dieser bestimmt auch den Pegel des rückwärtig verfügbaren Kopfhörerausgangs.
Die Geräteoberfläche, dessen Breite ein halbes Rackformat misst, ist mit den erwähnten Elementen dicht besiedelt. Auch der Platz auf der Rückseite wird umfänglich genutzt. Hier trifft man auf große Klinkenbuchsen für den zweikanaligen Audio-Ein- und -Ausgang, ein MIDI-Trio, den USB-Port zur Kommunikation mit der DAW und den Anschluss für das externe Netzteil nebst Einschalter. Für die Stromversorgung ist das Netzteil unerlässlich.

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Die Architektur
Digitone bietet mit dem internen +Drive Speicherplatz für 128 Projekte und über 2.000 Sounds. Jedes Projekt besteht aus 128 Presets, unterteilt in acht Bänke à 16 Presets. Ein Preset ist eine Klangsequenz, die sich aus vier Tracks zusammensetzt. Jeder dieser vier Tracks bedient sich eines Sounds, der durch eine Sequenz von bis zu 64 Steps (vier Seiten à 16 Steps) rhythmisch und klanglich animiert wird. Für jeden Step lassen sich alle Parameter der FM-Synthese und der anschließenden Klangformung individuell konfigurieren. Die Effekte Chorus, Echo und Hall gelten global für alle vier Tracks eines Patterns.


Stimmenverteilung
Die auf acht Stimmen beschränkte Polyphonie des Digitone ist nicht gerade üppig bemessen. Will man Akkorde einbinden, kommt man nicht darum herum, die Stimmen sinnvoll zu verteilen. Das war auch dem Hersteller bewusst, weshalb sich eine feste Verteilung der Stimmen zu den jeweiligen Spuren einrichten lässt. Ein Bass oder ein monophoner Solo-Synthie brauchen nur eine Stimme, Flächenklänge oder FM-Pianos hingegen mehr. Unterm Strich kommt man mit den Stimmen somit letztlich zurecht.


Einstieg in die Praxis - Klangvorlagen und eigene Klanggestaltung

Für das erste Kennenlernen zappt man durch die Werkspatterns in den Bänken A und B. Lauflichter und Page-LEDs signalisieren das Durchlaufen der vier Abschnitte der Sequenzen. Um den Klang zu analysieren, schaltet man mit den vier Track-Tastern die einzelnen Sound-Engines an und aus (Mute-Funktion).
Bei angehaltenem Sequenzer lassen sich die Klangerzeuger über ein angeschlossenes Keyboard über MIDI oder USB sowie am Gerät über die Multifunktionstasten spielen, die neben der Anwahl von Steps, Bänken und Patterns auch als Klaviatur Verwendung finden, wenngleich ohne Anschlagsdynamik.

Über die Menüs Trigger, Syn 1 und 2, Filter, AMP und LFO gelangt man unmittelbar zu den Stellschrauben der Klanggenese und taucht in den Kosmos des Digitone ein. Man trifft auf klassische FM-Sounds wie drahtige Bässe, E-Piano-Adaptationen und FM-Glöckchen zwischen filigran, metallisch und elektronisch-rund. Darüber hinaus begegnet man röhrenden und sägenden Drones, schneidenden Leads und fetten, zappenden Percussionklängen. Dazu kommen klickende, blecherne Hi-Hats aus der Frühzeit der Computersounds. Auch Synth-Bläser und synthetische Streicher à la Blade Runner, die auch aus einem Analogsynthesizer stammen könnten, gehören zum Programm, ebenso krächzende, durch den Raum eiernde Orgelklänge.


Eine archaische Hi-Hat, ein monströser, rauer Bass, schwebende E-Piano-Klänge:


Bei diesem Beat habe ich lediglich die Grundfrequenz und das Feedback eines Operators variiert:


Bei den beiden folgenden Audiodemos habe ich die vier Tracks eines Patterns wechselnd zu- und ausgeschaltet sowie den Filtercutoff verschiedener Tracks moduliert:




Hier hören Sie zwei übereinandergelgte Patterns, deren Tracks ich ebenfalls zu- und abgeschaltet habe:



Erste Eingriffe in die Klangerzeugung vollziehen sich denkbar einfach: Man wählt einen der vier Tracks (und damit die Sound Engine), drückt auf "Syn1" und probiert die Algorithmen aus. Damit erwirkt man umgehend acht alternative Klänge. Über einen Mix-Parameter greift man in die Gewichtung zweier Teilschaltungen ein: Klänge werden durch diesen einfachen Eingriff beispielsweise sanfter, dünner oder auch voller und obertonreicher.

Durch diverse Klangfarben surft man mit dem "Harm(onics)" Parameter, der zwischen mehreren Carrier-Wellenformen überblendet. Das Obertonspektrum und die Klangfarbe lassen sich so schon auf Operatorebene grundlegend wandeln. Hier hat der Digitone deutlich mehr zu bieten als die klassischen FM-Synthesizer der ersten und zweiten Generation, die als Operator-Wellenform lediglich eine Sinusschwingung kannten. Auf FM-Basics wie Einstellen von Operator-Frequenzen, Modulationsintensität und Feedback muss man dabei natürlich nicht verzichten.

Auch erste Klangverläufe erreicht man auf Operatorebene: Je zwei Operatoren bilden einen Block, für den es eine eigene erweiterte AD-Hüllkurve gibt.
Abseits der FM-Synthe4se lässt sich der Klang mit einem stimmbaren und resonanzfähigen Multimodefilter mit eigener ADSR-Hüllkurve formen. Dessen Charakteristika beschränken sich zwar auf zwei Tiefpassmodelle mit 12 und 24 dB/Okt.-Flankensteilheit und ein Hochpassfilter. Allerdings machen der angenehm warme Klang des Filters und die Option, die Filterparameter mit jedem Step des Sequenzers individuell einzustellen, hieraus ein mächtiges Werkzeug.

Es folgt ein zweites, nachgeschaltetes Bandpassfilter mit 6 dB Güte und variabler Breite.
Kernige bis schmutzige Klänge mit Patina und Lo-Fi-Charakter erreicht man unter anderem, indem man den Drive-Regler des Amp-Menüs aufdreht. Hier bestimmt man, wie stark die Filterabteilung angefahren wird - die eigentliche Schaltung sitzt also vor dem Filter.


Mächtige LFO-Modulationen für extravagante Klangwechsel

Zwei LFOs pro Track bieten Standardwellenformen, einen exponentiellen und zufälligen Verlauf, können in unterschiedlichen geradzahligen Verhältnissen zum Tempo synchronisiert oder auch frei und dann mit einer Frequenz bis weit in den hörbaren Bereich betrieben werden. Bei vielen Synthesizern beschränkt sich die LFO-Modulation auf die Tonhöhe, Lautstärke, das Panorama und die Eckfrequenz des Filters. Beim Digitone ist das Wirkungsspektrum wesentlich breiter: Die LFOs können allen Parametern der FM-Synthese und des Filters zugewiesen werden. Somit sind auch ungewöhnliche Modulationen wie ein Wechsel der Algorithmen oder der Grundwellenformen der Carrier möglich. Entsprechend öffnet sich hier ein weites Feld für außergewöhnliche Klänge wie etwa Maschinengeräusche und atonale Texturen. Es reicht schon, die Modulationstiefe der LFOs mit dem Sequencer zu steuern, um extravagante Klangsprünge zu erzeugen.
Neben den Operator-Hüllkurven gibt es pro Track eine ADSR-Lautstärkehüllkurve und Send-Regler für die globalen Effekte Chorus, Echo und Hall.


Das Herz des Digitone beginnt zu pulsieren

Schnell hat man den Digitone als intuitiv bedienbares Klanglabor entdeckt und wird so bald nicht damit aufhören, die 512 Werkssouds zu laden und zu modifizieren. Etwa ein Viertel davon liefert zappende, elektrisch klappernde und bisweilen schrill zwitschernde FM-Percussions mit elektronischem Retro-Charme. Mit den Step-Tasten der vier Tracks hat man im Record-Modus im Nu einen eigenen, packenden Beatbox-Groove erstellt. Anschließend taucht man Schritt für Schritt in die Detailarbeit ein, setzt beispielsweise Akzente durch eine Modifikation der Grundwellenform der Operatoren, erzeugt Filterbewegungen und LFO-Modulationen.

Parameterveränderungen lassen sich für mehrere Steps gleichzeitig einrichten. Auch ist es möglich, einen Klang über mehrere Steps zu modifizieren, ohne dass er dabei neu getriggert wird (Parameter Lock).
Für eine Polyrhythmik weist man den Sequenzen der vier Engines unterschiedliche Lauflängen zu. Für Abwechslung sorgt zudem eine Zufallsfunktion für einzelne Steps. Diese bewirkt, dass die Note oder Klangmodifikation des betreffenden Steps nicht bei jedem Durchlauf gespielt und berücksichtigt wird - eine wirksame Methode gegen Gleichförmigkeit. Um es richtig grooven zu lassen, baut man kleine Timingabweichungen über die Mictotiming-Taster ein. Nur wenige Sequenzer verfügen über diese wichtige Option.

Zusätzlich zum Sequenzer steht mit dem Arpeggiator eine weitere Option für rhythmische Klangfolgen bereit. Jeder Track verfügt dabei über einen eigenen Arpeggiator, der die Noten wahlweise in der Reihenfolge des Einspielens, oktavweise aufwärts, abwärts und alternierend wiedergibt. Die Geschwindigkeit des Arpeggios, das maximal 16 Sequencer-Steps lang sein kann, stellt man relativ zum Songtempo ein. Bei hoher Geschwindigkeit und mit entsprechend eingespielten Basisnoten entstehen herrlich lebendige, quirlige Klangkaskaden.
Die Bereicherung des Klangspektrums durch extern anliegende Audiosignale ist leider eingeschränkt: Das Signal wird nicht etwa als alternative Operator-Wellenform genutzt, sondern erst hinter dem Filter eingeschleust, kann aber immerhin mit den globalen Effekten bearbeitet werden.


Einsteigerfreundliches Konzept

Durch die im Vergleich zu den großen Brüdern der Elektron-Familie etwas einfachere Struktur und die übersichtliche FM-Synthese mit vier Operatoren ist Digitone auch für Einsteiger interessant. Anhand des beigelegten Schnellstarthandbuchs findet man sich zügig zurecht. Zwar gibt es zahlreiche doppelt belegte Funktionstasten, doch deren Beschriftung, die Hintergrundbeleuchtung und das OLED-Display, das auch die Verschaltung der Operatoren oder Hüllkurven grafisch darstellt, helfen bei der Orientierung.

Plus

robuste, bühnentaugliche Verarbeitung
klanglich flexibel
gut klingende Digitalfilter
vier unabhängige Klangerzeuger mit eigenen Sequenzern
zwei LFOs pro Engine
leistungsfähiger Sequenzer mit umfassenden Modulationsoptionen und Microtiming
Overbridge-Steuersoftware (angekündigt)

Minus
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