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Eventide Fission Plug-in

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Art.Nr.
27543
Eventide Fission Structural Effects Plug-in, teilt das Audiosignal in Transienten und tonale Komponenten auf
Eventide Fission Plug-in

Fission ist das erste Plug-in, das Eventide's "Structural Split" nutzt. Das Audiosignal wird in zwei Komponenten aufgeteilt, Transienten und Ton, beide Teile können anschließend mit unterschiedlichen Effekten versehen werden. Klassische Anwendungen wie De-Essing und Transient-Shaping sind mit Fission deutlich präziser möglich, als mit anderen Tools. Darüber hinaus kann Fission als kreatives Werkzeug im Sounddesign eingesetzt werden.

Features

  • Structural Split Plug-in
  • Aufteilung in Transienten und tonale Anteile
  • Sechs Transient-Effekte: Delay, Tap Delay, Dynamics, Phaser, Reverb, Gate + EQ
  • Sieben Tonal-Effekte: Delay, Compressor, Pitch, Chorus, Reverb, Tremolo, EQ
  • Plug-in für Windows (VST, AAX native) und Mac (AU, VST, AAX native)

Hinter den Kulissen wird das Signal in Frames von ca. 40ms Länge aufgeteilt und analysiert. Dabei entscheidet das Plug-in anhand der kurzzeitigen Vorhersagbarkeit, welche Teile des Signals Transienten (chaotisch, unvorhersehbar) oder tonal (strukturiert, vorhersehbar) sind. Auch wenn das Ausschwingen einer Saite permanente Veränderungen beinhaltet, so ist es über kurze Zeitperioden relativ gut absehbar. Das initiale Zupfen ist dagegen chaotisch und kurzzeitige Vorhersagen sind nur schwer möglich. Da die Entscheidung nicht vollständig objektiv zu treffen ist, können Sie über einige Parameter in den Entscheidungsprozess eingreifen und so das Plug-in in die eine oder andere Richtung steuern.

Ist das Signal aufgeteilt stehen sechs Effekte zur Verfügung, mit denen die Transienten versehen werden können. Die tonalen Signalanteile können mit sieben Effekten bearbeitet werden.

Sound Design
Fission ist ein außergewöhnliches Tool für Sound-Designer. Entfernen Sie Transienten von Pianos oder Gitarren und machen Sie aus Ihnen gestrichene Instrumente. Gehen Sie einen Schritt weiter und legen unterschiedliche Effekte auf beide Signalteile.

Drum Tuning
Verschieben Sie das Verhältnis von Anschlag und Ausklingen, isolieren Sie die Transienten und komprimieren Sie den Ton.

Artikulation
Erhöhen Sie mit Fission die Sprachverständlichkeit, indem Sie Zischlaute reduzieren, und Resonanzen stärken oder schwächen.

Transient Shaping

Auch wenn Fission auf den ersten Blick wirkt wie ein Transient Shaper, so geht er doch weit darüber hinaus, in der Präzision seiner Bearbeitung, wie in seinen Möglichkeiten. Mit Fission kann mit chirurgischer Genauigkeit die Trennlinie zwischen Transienten und gehaltenen Tönen gezogen und verschoben werden.

Restauration

Knacksen, Krachen, Zischeln und Ringen lassen sich mit Fission effektiv kontrollieren und unterdrücken. Umgekehrt können alte Aufnahmen, denen der moderne Punch fehlt, mit gezieltem Eingriff in die Transienten aufgewertet werden.
Weitere Informationen
Weitere InformationenAktivierung
Die Installer-Dateien der Software finden Sie direkt beim Hersteller:
https://www.eventideaudio.com/support/downloads

Zur Aktivierung der Software benötigen Sie ein Nutzerkonto sowohl bei Eventide, als auch bei iLok. Sofern Sie noch keinen iLok-Account haben, legen Sie sich hier einen an: https://www.ilok.com/
Von dort laden Sie den iLok License Manager herunter und installieren ihn auf Ihrem Rechner.

Gehen Sie als nächstes auf https://www.eventideaudio.com/user/registerund legen ein neues Konto an. Dort registrieren Sie das Plug-in mit Hilfe der von uns zugesandten Seriennummer. Die Lizenz wird anschließend auf Ihren iLok-Account übertragen und steht im iLok License Manager zur Aktivierung der Software zur Verfügung.

Eine englischsprachige Anleitung des Aktivierungsprozesses finden Sie hier:
https://www.eventideaudio.com/support/downloads/installing-and-authorizing-plug-ins


Hinweis für Bestellungen aus Österreich und anderen EU-Ländern
Aus steuerrechtlichen Gründen können wir ab dem 1. Januar 2015 Online-Lizenzen nicht mehr elektronisch in EU-Länder übermitteln. Wir müssen Lizenzcodes als Paket verpackt verschicken und bitten um Ihr Verständnis. Bestellungen aus Deutschland werden wie gewohnt per Email abgewickelt.

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Testbericht Eventide Fission Plug-in

Fission zerlegt jedes Audiosignal in Transienten und tonale Bestandteile, um diese anschließend parallel mit hochwertigen Effekten zu bearbeiten. Tun sich hier neue Klangwelten auf? Für wen ist das Plug-in interessant?

Rückblick:

Eventide dürfte für jeden ambitionierten Toningenieur und Sounddesigner ein Begriff sein. Die Harmonizer und Multieffekte der amerikanische Nobelschmiede sind seit 1971 begehrte aber leider auch sündhaft teure Werkzeuge, die Musikgeschichte geschrieben haben. In jüngerer Zeit hat Eventide einige Effekte auf die native Ebene transportiert, wo man zu einem deutlich günstigeren Preis mit den legendären Tools arbeiten kann. Herausragende Beispiele sind das Anthology X – Bundle und die Auskopplungen UltraChannel, UltraReverb und Omnipressor. Mit Tverb kam erstmals ein Plug-in auf den Markt, das als Raumsimulator mit platzierbaren Mikrofonen speziell für die native Ebene konzipiert ist. Nun schlägt Eventide mit Fission ein weiteres Kapitel neuer nativer Tools auf: Das Zauberwort heißt Structural Effects Technology.

Eventide Fission

Neue Audio-Strukturen

Das Structural Split Modul ist das Herz von Fission: Das eingehende Audiosignal wird in Echtzeit analysiert und über vier Parameter in Transienten und tonale Bestandteile getrennt.

Eventide Fission Structural Split

Für optimale Ergebnisse wählt man die Art der Klangquelle: diverse Schlagzeug- und Percussion-Instrumente, Bass, Piano, Gitarre und Gesang. Zudem steht ein allgemeiner Modus für die Bearbeitung kompletter Mixe zur Verfügung. Smoothing und Trans Decay definiert, wie scharf und mit welchem Zeitfenster die Trennung zwischen Transienten und den tonalen Anteilen erfolgt. Im Zusammenspiel beider Parameter lassen sich sowohl Artefakte vermeiden sowie Klangdesign betreiben, etwa durch eine Betonung harter Anschläge oder durch eine Fokussierung auf die schwebenden, weicheren Klangelemente.

Anders als bei Transienten-Designern, die Attacks und Sustains in zeitlicher Abfolge trennen, kann Fissions neuer Algorithmus gleichzeitig atonale und tonale Bestandteile extrahieren. Über die Transienten-Erkennung werden nämlich nicht nur Attacks, sondern auch geräuschhafte Bestandteile im Klangverlauf erfasst. So ist es beispielsweise möglich, bei einer Snare das feine Nachschwingen des Netzes und dessen Rascheln über den Transient-Effektweg zu bearbeiten, während parallel die Fell- und Korpusresonanzen mit den Tonal Effects gestaltet werden – artefaktfrei und in exzellenter Audioqualität.

Eventide Fission Structural Waveform
Ein Wellenformdisplay vermittelt in Echtzeit ein visuelles Feedback des Verlaufs beider Signalanteile.


Neue Wege für Audio-Korrekturen und Klang-Design

Die Vielseitigkeit von Fission ergibt sich über die beiden parallelen Wege mit ihren Multieffekten. Die Effekt-Algorithmen stammen alle aus der hochpreisigen Eventide-Hardware H8000.

Transient EffectsTonal Effects
Transient DelayTonal Delay
Transient Tap DelayTonal Compressor
Transient DynamicsTonal Pitch
Transient PhaserTonal Chorus
Transient ReverbTonal Reverb
Transient Gate + EQTonal Tremolo
Tonal EQ

Jeweils ein Effekt wird in die Effektwege geladen; es sind also immer zwei Effekte aktiv, die separat über Mix und Gain dosiert werden. Parallel-Processing, also eine Balance zwischen Effekt und Originalklang, ist auf allen Ebenen möglich, auch global vor dem Ausgang von Fission.

Echo, Dynamik-Tools, Kompressor und Hall finden sich in beiden Effektwegen wieder. Dabei handelt es sich aber nicht um identische Exemplare. Alle Effekt-Algorithmen sind speziell auf den jeweiligen Anwendungszweck zugeschnitten. Die Transient Dynamics greifen auf Wunsch ausgesprochen kräftig in das Klanggeschehen ein und können aus eher braven Drums einen wahren Monster-Beat machen, der ordentlich pumpt – wenn man es so will.

Der EastWest ProDrummer ohne Fission ...



… und mit Fission:



Die Transient Dynamics ähneln dem mächtigen Omnipressor aus dem Anthology X Bundle. Alternativ kann man in einen Expander-Modus wechseln und die Dynamikspanne erweitern.

Eventide Fission Dynamics

Der Tonal Kompressor verhält sich ganz anders als die Transient Dynamics, reagiert eher behäbig und dient der allgemeinen Verdichtung des Signals.

Kombiniert man die Transient Dynamics mit Tonal Pitch, beginnen die Drums bei entsprechenden Einstellungen regelrecht zu singen. Wenn man es auf die Spitze treibt, wird aus einer akustischen Schlagzeugbegleitung ein futuristischer Mutant zwischen A- und E-Drums, ein Effekt, wie man ihn bislang noch nicht gehört hat. Abseits solch extravaganten Klangdesigns kann man mit Tonal Pitch Drums auch nachträglich stimmen, also auf die Fellspannung und die Größe des Korpus Einfluss nehmen, ohne dass der Anschlag ebenfalls verfremdet wird und unnatürlich klingt. Im folgenden Audiodemo habe ich die Drums insgesamt etwas tiefer gestimmt, was sich vor allem auf die Bassdrum und die Snare auswirkt, ohne dass diese dadurch unnatürlich klingen würden. Die Hi-Hat bleibt hingegen weitgehend unbeeinflusst.



Eventide Fission Pitch

Der Tonal Kompressor verhält sich ganz anders als die Transient Dynamics, reagiert eher behäbig und dient der allgemeinen Verdichtung des Signals.

Während der Transient Reverb vor allem kleinere Räume erzeugt und dazu dient, den Klang voller und dominanter zu gestalten, liefert der Tonal Reverb wunderbar warme Räume mit dezenten Schwebungen in der Hallfahne. Dabei wird klar, warum die Eventide-Hallalgorithmen oft in einem Zug mit Lexicon genannt werden: Edler und musikalischer geht es kaum.

Wer beispielsweise die Anschläge einer akustischen Gitarre bis ins Detail herausarbeiten will, findet mit Transient Gate + EQ einen Klangformer der Extraklasse. Das Beste daran ist, dass das Sustain der Gitarre davon unbeeinflusst bleibt, also beispielsweise bauchig und warm bleibt und nicht etwa in den Höhen überbetont wird.

Auf umgekehrte Weise profitiert der Tonal Chorus vom Structural Split: Bei einem herkömmlichen Chorus würden die Transienten zwangsläufig verwischt. Nicht so bei Fission: Die Gitarre klingt weiterhin akurat angezupft, während das Sustain wunderbar schwebt. Damit bringt der Fission-Chorus einen modernen, bislang nicht erreichten Ensemble-Klang, der alle Mitbewerber blass aussehen lässt.

Native Instruments Strummed Guitar Acoustic 2 ohne Fission ...



… und mit dieser Konfiguration von Fission:



Eventide Fission Structural Guitar

Ich habe den Effekt dabei auf 100% wet eingestellt. Wem das Ergebnis zu drastisch ist, der kann das über eine Beimischung des Originalsignals beheben.

Wer auf der Suche nach einem erlesenen Hall für die Lead Vocals ist, sollte das Transient Tap Delay mit dem Tonal Reverb kombinieren. Das Delay liefert Echo-Muster vom Feinsten, welche in der Häufigkeit und im dynamischen Verlauf genau definiert werden. Der Tonal Reverb öffnet das Panorama. Würden die Echos hier – wie bei den meisten Raumsimulationen – in die Hallfahne einfließen, so wäre das schnell zu viel des Guten. Durch die strukturelle Trennung fügen sich beide Komponenten zu einer herrlich offen klingenden Raumakustik zusammen.

Auch dazu ein Beispiel mit Phrasen aus Zero G Velvet, wieder zunächst trocken ...



… und nun mit den oben beschriebenen Effekten:



Eventide Fission Vocals


Bedienung und Presets

Alle Effekte verfügen über eine Parameterausstattung mit einigen Extras. Tonal Pitch bietet beispielsweise drei schaltbare Transponierungen. Transient Dynamics stellt wie bereits erwähnt neben dem Kompressor- auch einen Expander-Modus bereit. Echos sind wahlweise temposynchron und können zufällig moduliert werden, wodurch leichte Tonhöhenschwankungen entstehen. Das Tremolo reagiert bei Bedarf auf die Amplitude des Eingangssignals (Envelope Follower als Modulator), sodass automatisch bei lauteren Signalen die Geschwindigkeit zunimmt – der klassisch-dramaturgische Tremolo-Effekt.

Insgesamt hat Fission auch im Detail viel zu bieten, ohne jedoch den Benutzer vor Rätsel zu stellen oder unnötige Lernhürden aufzubauen. Der Blick ins Manual wird eher selten nötig sein.

Wer sich auf die Schnelle einen Eindruck verschaffen will, findet unter den Presets eine reiche Auswahl für diverse Instrumente und Anwendungszwecke. Die Vorlagen liefern auch eine gute Ausgangsbasis für eigene Exkursionen in den Klangkosmos von Fission.

Fission kann schnell eine magnetische Wirkung ausüben: Während man durch die neuen Möglichkeiten surft, sollte man nicht vergessen, eigene Presets abzuspeichern. Das geht komfortabel und bei Bedarf in einer eigenen Ordnerhierarchie.


Was Fission nicht bietet

Fission hat auch das Potenzial für einen extravaganten Performance-Effekt. Durch eine einfache Automation des Mischungsverhältnisses zwischen Transient- und Tonal-Effekten lassen sich bereits ausgefallene Klangmetamorphosen realisieren. Alle Parameter sind automatisierbar, können aber nicht direkt über MIDI-Learn externen Controllern zugewiesen werden. Hierfür benötigt man einen Workaround über den Host-Sequencer (z.B. Quick- bzw. Smart-Controls bei Cubase oder Logic).

Die Auswahl an Effekten ist hochwertig und ermöglicht viele neue Klänge. Manchmal wünscht man sich, dass pro Effektweg zwei serielle Prozessoren geladen werden können, für die Transienten etwa Gate + EQ und anschließend Dynamics. Auch könnte man sich eine Erweiterung der Effektpalette, etwa durch ein modulierbares Multimode-Filter oder Granular-Echos vorstellen.

Fission lief auf unserem Testsystem (PC Haswell Extreme, Win 8.1, Cubase Pro 9) im VST2-Format absolut stabil. Eine VST3-Komponente, die unter anderem bei Arbeitspausen weniger oder gar keine Rechenleistung einfordern würde, wird jedoch nicht bereitgestellt.


Fazit:

Die simultane Trennung von tonalen und atonalen Bestandteilen des Klangs gelingt mit Fission in beeindruckender und bislang unerreichter Qualität. Was das Plug-in einzigartig macht, ist die anschließende Bearbeitung mit hochwertigen Effekt-Algorithmen aus dem Eventide-Flagschiff H8000.

Kombinationen aus Tap-Echos für die Transienten mit einem schwebenden, groß angelegten Panorama-Hall für die tonalen Bestandteile werten die erlesenen Eventide-Effekte nochmals auf und eröffnen neue Möglichkeiten des Klangdesigns. Gesang, Solo-Instrumente oder Bläsersätze profitieren davon.

Ein mächtiges Dynamics-Modul im Stil des Eventide Omnipressor plus Tonal Pitch macht völlig neue, ebenso druckvolle wie futuristische Beats möglich. Der Tonal Chorus ist das transparenteste Chorus-Ensemble auf dem Markt und eröffnet für Gitarren oder E-Pianos neue Klangdimensionen.

Fission ist aber nicht nur ein leistungsstarkes Multifunktions-Werkzeug für die Abmischung und das Klangdesign, sondern kann auch für eine differenzierte Tiefenstaffelung verwendet werden oder die Dynamik eines fertigen Mixes im Nachhinein ausbalancieren.

Obwohl rechenintensive Algorithmen am Werk sind (Reverbs, Pitch-Shifter) hält sich die CPU-Last in Grenzen, sodass Fission ohne Einschränkung livetauglich ist und im Rahmen einer Performance eingesetzt werden kann.

Gemessen an der hohen Audioqualität und den vielfältigen, teils einzigartigen Möglichkeiten ist der Preis ausgesprochen fair. Im Preis sind übrigens zwei Lizenzen enthalten, sodass man Fission zeitgleich auf der Studio-Workstation und via USB-Stick mobil freischalten kann.


Plus:
  • innovativer Effekt
  • exzellente Audioqualität
  • vielseitig verwendbar
  • komplex, neuartig und trotzdem einfach zu bedienen
  • fairer Preis
Minus:
  • kein VST3-Format